Am Internationalen Frauentag luden die Mädchen- und Frauenberatungsstellen in Herford, unter anderem THEODORA und NADESCHDA, zu der Kino-Matinee für Mädchen und Frauen in das Herforder Kino Capitol zu einem gemeinsamen Vormittag ein. Er bot Raum für Austausch, Begegnung und neue Impulse. Gezeigt wurde „Mein neues altes Ich“, ein Film, der Betroffene ernst nimmt und zugleich gesellschaftliche Fragen stellt. Zur Begrüßung gab es wie gewohnt ein Getränk. Freundinnen, Mütter, Töchter, Kolleginnen oder die beste Freundin – alle waren willkommen, diesen besonderen Tag gemeinsam zu verbringen und sich von einem bewegenden Kinoerlebnis inspirieren zu lassen. Der Film hat im Anschluss regen Austauschbedarf bei den Besucherinnen ausgelöst.
Die Menopause rückt seit einigen Jahren spürbar aus dem Schatten des Tabus. Immer mehr Frauen sprechen offen über ihre Erfahrungen, und auch politisch gewinnt ein Thema an Bedeutung, das die Hälfte der Weltbevölkerung betrifft. Vor diesem Hintergrund begibt sich die dänische Filmemacherin Louise Unmack Kjeldsen in „Mein neues altes Ich“ auf eine persönliche und zugleich wissenschaftliche Spurensuche. Ausgelöst durch ihre eigenen starken Beschwerden reist sie zu Expertinnen aus Gesundheitswissenschaft, Gynäkologie und Psychiatrie, um dem „Mysterium der Menopause“ näherzukommen. Der Film zeigt eindrücklich, wie wenig über diese Lebensphase tatsächlich bekannt ist – obwohl ein Drittel aller Frauen so stark betroffen ist, dass der Alltag zur Herausforderung wird. Kjeldsens Dokumentarfilm, eine dänisch‑deutsch‑norwegische Koproduktion aus dem Jahr 2025, konzentriert sich stark auf die Möglichkeiten einer Hormontherapie, lässt jedoch andere Perspektiven bewusst außen vor – ein Ansatz, der zum Nachdenken anregt und Diskussionen eröffnet.
