Die Beratungsstelle NADESCHDA stärkt 2026 die Prävention
„Viele glauben, wir sind nur auf akute Hilfe und individuelle Beratung beschränkt“, weiß eine der drei Beraterinnen zu berichten. „Unsere Arbeit in der Beratungsstelle ist aber auch darauf ausgerichtet, sexuelle Ausbeutung frühzeitig zu verhindern und Handlungskompetenzen zu stärken.“ So informieren und sensibilisieren Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel in Ostwestfalen-Lippe, NADESCHDA, Schulklassen und Lehrkräfte über die sogenannte Loverboy-Methode.
Starke Stimmen in den Beratungsstellen in Herford
Auch in den Beratungsstellen NADESCHDA und THEODORA sowie in der Fachstelle YUNA Westfalen-Lippe wurde der 9. März 2026 als Frauenstreiktag bewusst begangen. Der Anlass war der Aufruf des #TöchterKollektivs zu einem globalen Frauen*Generalstreik, der den Internationalen Frauentag um einen Tag des Protests und der Arbeitsniederlegung erweiterte. Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hatte diesen Aufruf an die Mitarbeitenden weitergegeben und betont: „Jede nach ihren Möglichkeiten – aber gemeinsam für eine gerechtere Welt.“
Kino-Matinee mit Blick auf das „neue alte Ich“
Am Internationalen Frauentag luden die Mädchen- und Frauenberatungsstellen in Herford, unter anderem THEODORA und NADESCHDA, zu der Kino-Matinee für Mädchen und Frauen in das Herforder Kino Capitol zu einem gemeinsamen Vormittag ein. Er bot Raum für Austausch, Begegnung und neue Impulse. Gezeigt wurde „Mein neues altes Ich“, ein Film, der Betroffene ernst nimmt und zugleich gesellschaftliche Fragen stellt. Zur Begrüßung gab es wie gewohnt ein Getränk. Freundinnen, Mütter, Töchter, Kolleginnen oder die beste Freundin – alle waren willkommen, diesen besonderen Tag gemeinsam zu verbringen und sich von einem bewegenden Kinoerlebnis inspirieren zu lassen. Der Film hat im Anschluss regen Austauschbedarf bei den Besucherinnen ausgelöst.
