Neues AMIF‑Projekt stärkt psychosoziale Unterstützung
Geflüchtete Frauen und Mädchen, die von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung oder weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C) betroffen oder bedroht sind, erhalten neue Hilfen. Die Beratungsstellen NADESCHDA und YUNA Westfalen‑Lippe unterstützen im neuen AMIF‑Projekt geflüchtete Frauen und Mädchen. Das Projekt umfasst psychosoziale Beratung, Krisenintervention, psychologische Begleitung sowie niedrigschwellige Sprechstunden in EAEn und ZUEn.
Flashmob sensibilisiert für Menschenhandel
Ganz im Zeichen des Internationalen Tags gegen Menschenhandel stand der 30. Juli. Mit einer Flashmob‑Aktion in der Detmolder Innenstadt machten Mitarbeitende der Beratungsstelle NADESCHDA auf die Lebensrealitäten von Betroffenen aufmerksam und informierte über Unterstützungsangebote. Mit bei der Aktion waren auch Mitarbeitende der Beratungsstelle THEODORA.
Die Beratungsstelle NADESCHDA stärkt 2026 die Prävention
„Viele glauben, wir sind nur auf akute Hilfe und individuelle Beratung beschränkt“, weiß eine der drei Beraterinnen zu berichten. „Unsere Arbeit in der Beratungsstelle ist aber auch darauf ausgerichtet, sexuelle Ausbeutung frühzeitig zu verhindern und Handlungskompetenzen zu stärken.“ So informieren und sensibilisieren Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel in Ostwestfalen-Lippe, NADESCHDA, Schulklassen und Lehrkräfte über die sogenannte Loverboy-Methode.
Starke Stimmen in den Beratungsstellen in Herford
Auch in den Beratungsstellen NADESCHDA und THEODORA sowie in der Fachstelle YUNA Westfalen-Lippe wurde der 9. März 2026 als Frauenstreiktag bewusst begangen. Der Anlass war der Aufruf des #TöchterKollektivs zu einem globalen Frauen*Generalstreik, der den Internationalen Frauentag um einen Tag des Protests und der Arbeitsniederlegung erweiterte. Birgit Reiche, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen, hatte diesen Aufruf an die Mitarbeitenden weitergegeben und betont: „Jede nach ihren Möglichkeiten – aber gemeinsam für eine gerechtere Welt.“
