NADESCHDA
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Mädchen & Frauen

Beratung für Mädchen und Frauen

NADESCHDA berät und unterstützt Mädchen und Frauen, die sowohl im Ausland, als auch in Deutschland Betroffene von Menschenhandel zur sexueller Ausbeutung wurden.

Die Unterstützung erfolgt unabhängig von ihrer konfessionellen bzw. religiösen Zugehörigkeit, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer ethnischen oder nationalen Zugehörigkeit. Die Beraterinnen sind kultursensibel und genderbewusst aus- und fortgebildet.

Entsprechend dem Profil der Trägerin geschieht die Beratung:

  • parteilich mit Frauen
  • kultursensibel und geschlechterbewusst
  • auf Wunsch anonym
  • niedrigschwellig
  • kostenlos

Ziel jeder Beratung ist die Stabilisierung und Stärkung der Hilfesuchenden, ihnen Sicherheit zu geben und sie in die Hilfe zur Selbsthilfe hineinzuführen.

Loverboys

NADESCHDA unterstützt Mädchen und junge Frauen, die in die Fänge von so genannten „Loverboys“ geraten sind. Loverboys sind Zuhälter, die oft selbst noch Jugendliche oder junge Erwachsene sind und minderjährige Mädchen und junge Frauen in die Prostitution treiben. Loverboys spielen eine Liebesbeziehung vor und manipulieren die betroffenen Mädchen und Frauen.

Die Problemlagen der Betroffenen sind vielschichtig. NADESCHDA zeigt Wege in den Ausstieg, unterstützt in die Wiedereingliederung eines selbstständigen und selbstbestimmten Lebens und unterstützt bei der Vernetzung mit anderen Hilfestrukturen.

Für Schüler*innen ab der 9. Klasse bietet NADESCHDA einen speziell auf die Bedarfe angepassten, ca. 90-minütigen Workshop an.

Fachkräfte

Hilfe gegen Menschenhandel

NADESCHDA bietet für Fachkräfte kollegiale Beratung und Schulungen zu den Themen

  • „Menschenhandel & Flucht“ (für im Kontext von Flucht & Asyl arbeitende Haupt- und Ehrenamtliche) und
  • „Die Loverboy-Methode“ (u.a. für Lehrpersonal, Schulpsycholog*innen & - Sozialarbeiter*innen, Strafverfolgungsbehörden, etc.) an.
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Öffentlichkeit

Das Thema Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung in die Öffentlichkeit zu tragen, ist ein wichtiges Element der Arbeit von NADESCHDA und der Trägerin.
Durch Aufklärung, Information und Schulung wird die Gesellschaft sensibilisiert.
Daneben sollen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit Spenden akquiriert werden.

Medienarbeit, wie Beiträge in Radio, Fernsehen, Printmedien sowie eine eigene Internetpräsenz und Social Media #BeratungsstelleNadeschda gehören ebenfalls zur Öffentlichkeitsarbeit.

Team NADESCHDA

Projekt Empowerment

Hilfe gegen Menschenhandel

Seit 2016 beteiligt sich NADESCHDA an dem Projekt „Flüchtlingsberatung für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind“, später umbenannt in „Empowerment für geflüchtete Frauen“. Dieses wird aus Mitteln der „Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ gefördert und durch die Diakonie Deutschland koordiniert.
Das Projekt läuft am 31.12.2024 aus.
Logo beauftragte Bundesregierung MFI

Derzeit werden eine 75% Stelle und eine 8 Wochenstunden-Stelle über das Projekt finanziert.

Durch das Projekt konnte NADESCHDA die psychosoziale Beratung und Begleitung um sechs Arbeitsbereiche erweitern:

  • Beratung und Begleitung in Geflüchteten-Unterkunft
    Wöchentliche Sprechstunde in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Bielefeld, durch die mögliche Betroffene von Menschenhandel  identifiziert und nach Bedarf und Wunsch in die Beratung aufgenommen werden können
  • Schulung zur Sensibilisierung und zum Erkennen von Betroffenen von Menschenhandel
    Durchführung der eigens konzipierten Schulung für Haupt- und Ehrenamtliche in Ostwestfalen-Lippe, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind und/oder Schnittstellen mit Betroffene von Menschenhandel haben
  • Psychologische Beratung und Krisenintervention
    Psychologische Beratung und Begleitung in Krisensituationen und zur längerfristigen Stabilisierung (durch eine erfahrene Diplom Psychologin)
  • Alltagslotsinnen
    Ausbildung von elf ehemaligen Klientinnen zu so genannten Alltagslotsinnen, die aktuellen Klientinnen der Beratungsstelle im Sinne des Peer-to-Peer Konzeptes im Alltag niederschwellig und muttersprachlich unterstützen. Für ihre Arbeit bekommen sie eine Aufwandsentschädigung.
  • Computerschulungen
    Klientinnen-orientierte Computerkurse zu alltagsrelevanten Themen. Die Kurse werden durch eine externe Computertrainerin zweisprachig durchgeführt.
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungs-Workshops
    Organisation verschiedener Workshops, die tabuisierte Themen (Sexualität, der weibliche Körper,…) ansprechen und den Klientinnen in einem „Saferspace“ die Möglichkeit des Austauschs bieten.
NADESCHDA

Psychosoziale Unterstützung für geflüchtete Frauen (AMIF‑Projekt)

Kofinanziert von der Europäischen Union

Im Rahmen des AMIF‑Projekts unterstützt NADESCHDA geflüchtete Drittstaatsangehörige, die von Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung betroffen oder bedroht sind. Wir bieten psychosoziale Beratung, Krisenintervention, Hilfsbedarfsermittlung und regelmäßige Sprechstunden in Erstaufnahmeeinrichtungen und Unterkünften.

Frauen erhalten eine engmaschige Begleitung und psychologische Unterstützung. Durch die Förderung können wir unsere Arbeit ausweiten und mehr Betroffene frühzeitig erreichen.


Projektsteckbrief

Projektname

„Psychosoziale Unterstützung geflüchteter Drittstaatsangehöriger in NRW“

Teilprojekt des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)

Spezifisches Ziel

Frühzeitige Identifizierung, psychosoziale Unterstützung und Stabilisierung besonders schutzbedürftiger geflüchteter Frauen und Mädchen, die von

  • Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung oder
  • weiblicher Genitalbeschneidung (FGM/C) betroffen oder bedroht sind.
  • Sprechstunde; Attestierungen; Workshops; Infoveranstaltungen in ZUEn.

Projektlaufzeit

01.08.2026 bis 30.06.2029

Trägerin

Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V.:
Fachberatungsstellen NADESCHDA (Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung) und YUNA Westfalen‑Lippe (FGM/C-Prävention und Beratung)

Beide Fachstellen arbeiten unter einem Dach und bündeln ihre Expertise:

  • NADESCHDA: Identifizierung und psychosoziale Begleitung von Betroffenen von Menschenhandel; Krisenintervention; Sprechstunden in EAEn und ZUEn.
  • YUNA Westfalen-Lippe: kultursensible Beratung bei FGM/C; Identifizierung und psychosoziale Beratung von Betroffenen von FGM/C, Krisenintervention, zielgruppenspezifische Workshops und Angebote, u.a. in ZUEn

Zielgruppe

Drittstaatsangehörige

  • im laufenden Asylverfahren
  • mit anerkanntem Flüchtlings‑ oder subsidiärem Schutzstatus
  • mit vorübergehendem Schutz
  • die aus humanitären Gründen aufgenommen wurden oder überstellt wurden
  • mit Zugang zu Integrationskursen (z. B. Geduldete)

Die enge Kooperation beider Fachberatungsstellen ermöglicht:

  • interdisziplinäre Fallbesprechungen
  • abgestimmte psychosoziale Versorgung
  • gemeinsame Netzwerkarbeit
  • effizientere Ressourcenverteilung